Gedenkstättenfahrt zum „Untertauchermuseum Markt 12“ und zur „Aaltener Synagoge“ in Aalten (NL) 2017 und 2019

Das Untertauchermuseum Markt 12 erzählt die Geschichten gewöhnlicher Menschen in einer ungewöhnlichen Zeit, nämlich während des Zweiten Weltkriegs. Genau wie Markt 12 spielte der Grenzort Aalten während des Krieges eine besondere Rolle. In Aalten gab es während des Krieges die höchste Anzahl Untergetauchter in den Niederlanden. Diese Untergetauchten hielten sich auch im Haus am Markt Nummer 12 versteckt.






Markt 12 zeigt, dass Menschen immer wieder gezwungen sind, Entscheidungen zu treffen, unabhängig davon, woher sie kommen, welcher Religion sie angehören und ob sie Deutscher oder Niederländer, Christ oder Jude sind. In Kriegszeiten werden manche Bevölkerungsgruppen ihrer Entscheidungsfreiheit beraubt und es erscheinen Entscheidungen fur Aussenstehende manchmal sehr schwarz-weiss; treffend ist dies jedoch nicht.





Man sollte im Museum im wahrsten Sinne des Wortes auf die Suche gehen, um ein differenziertes Bild aller Seiten des Krieges zu erhalten. Der Zweite Weltkrieg bildet den Anlass für die Geschichte, aber es geht um mehr: Der historische Aspekt wird auf die Gegenwart und Zukunft übertragen. Im Zentrum von Aalten befindet sich eine kleine, gut restaurierte und schön eingerichtete Synagoge, die beinahe ein Jahrhundert das Zentrum des jüdischen Lebens in dieser entlegenen Gemeinde gebildet hat. Das Gebäude ist Eigentum der Stiftung „Freunde der Aaltener Synagoge“.