Mahnende Worte eines Überlebenden Quelle WR vom 09.12.2017 Borg Bauerfeld

Die Aufarbeitung der Zeit des Naziregimes ist ein wichtiger Punkt in der Arbeit der Jugendfreizeitstätte. Dazu gehören auch die Besuche von Zeitzeugen. Bert Woudstra ist jemand, der nicht nur mit dem gehobenen Zeigefinger durch die Welt läuft. Obwohl es dem 85-Jährigen keiner übel nehmen könnte. Woudstra hat Schlimmes erlebt. Der Sohn einer Deutschen und eines Niederländers ist Jude, musste sich als Kind vor den Nazis verstecken und verlor fast seine ganze Familie. Bert Woudstra hat überlebt und nutzt jetzt die Chance jungen Menschen eine wichtige Nachricht mit auf den Weg zu geben: „Ich bin nicht mehr lange hier, aber ihr könnt verhindern, dass so etwas Schreckliches noch einmal passiert.


"Ihr seid die Zukunft.“ Auch in der Jugendfreizeitstätte Aplerbeck überbrachte Woudstra diese Nachricht. Und die Schüler des Gymnasiums an der Schweizer Allee und der Emscherschule verstanden. Kein Mucks kam über ihre Lippen, als der Gast über sein Leben berichtete. Manchmal fröhlich, über die schönen Zeiten seiner Jugend, dann nachdenklich bei den Worten über Tod und Verfolgung. Der Besuch des Zeitzeugen Woudstra erfolgte im Rahmen der Do-Tour für Respekt, die in Kooperation mit dem Jugenring Dortmund über die Bühne geht.


Im Zuhörerraum Schüler, die in diesem Sommer an der Radtour gegen das Vergessen durch Dortmund teilgenommen haben. Und die verstanden haben, was der 85-Jährige eindrucksvoll geschildert hat.